Frankfurt Hauptbahnhof. Immer öfter der Knotenpunkt meiner Zugverbindungen und wohl auch der Knotenpunkt meiner Bloginspirationen.

Mal wieder quäle ich meine Wartezeit ab nachdem ich den Luxus des TGV-Fahrens genossen habe und nun 50 Minuten in Frankfurt warten muss. Als ich am Bahngleis endlang schlendere, fällt mir das oben gepostete Plakat in die Augen.

Mit einem Lächeln betrachte ich dieses Plakat und beschließe mit meinem innerlichen Ich, dass wir es toll finden. Endlich mal eine Werbung die eine gute Botschaft weitergeben will. Meine Gedanken bleiben bei diesem Plakat und ich entscheide mich, dass ich es wohl schnell umsetzten will und einfach mal grüßen möchte.

Da sehe ich im Raucherbereich einen volltätowieren, alten, zerzausten Mann sehen, der um Geld bettelt. Er kommt auch zu mir und fragt mich gleich ob ich ihm nicht auch etwas Geld für ihn und seine Freundin geben könne. Er wirkt sympathisch und schämt sich offensichtlich dafür, dass er hier rumlaufen und Leute ansprechen muss. Also gebe ich im mein gesamtes Kleingeld. Nachdem er von all diesen Megabänkern mit 100€ Scheinen in der Tasche verjagt wurde freut er sich sichtlich.

Er ist schon am Weiterlaufen, kommt aber noch mal zurück und fragt mich, ob ich nicht auch einen Glückscent in meinem Geldbeutel hätte. Ich verneine. Aber dann drückt er mir einen Cent in die Hand. „Damit du immer an mich denkst“, lächelt er und verschwindet.

Beim Aufstehen fällt mir auf, dass auch hinter mir ein solches Plakat hängt.

Gut, dass es so was gibt.